So sah er aus – an unserem rund 60 Jahre alten Gefachautomaten hatte die Zeit ihre Spuren hinterlassen. In einem ersten Schritt haben wir Fassade und Gehäuse gereinigt. Der Schmutz lässt sich am besten mit einem Hochdruckreiniger entfernen, falls ein solcher nicht vorhanden ist, tut’s auch ein Gartenschlauch.

Nach der ersten Dusche wurde die Behandlung wie folgt fortgesetzt:

  • Schleifpapier, um den Rost zu entfernen
  • alternativ: ein mehrstündiges Essigsäure-Bad

In einem zweiten „Waschgang“ wurde die Tür mitsamt den Klappfächern sauber gemacht. Wir fanden es am einfachsten, sie zu spülen – eine Wanne mit heißem Wasser und Spülmittel sowie ein paar Scheuerschwämme reichten aus; die Metallscheiben an den Fächer wurden zusätzlich dazu mit in Spezialbenzin getauchten Wattebäuschen gesäubert.

Hinweis: Die Tür wird durch ein kleines Metallstück in der Verankerung gehalten. Zum Aushängen muss es leicht nach unten gedrückt werden.

Das Fächer-Gestell – im Bild hinter dem Münzprüfer – ausbauen und mit Rostschutz-Farbe – als Prophylaxe gegen Korrosion – grundieren, dann den Innenteil des Automatengehäuses.

Die Fächer an der Fassade haben wir mit nach dem Reinigen mit einem speziellen Messing-Spray präpariert. Dieser schützt das behandelte Material und übertüncht Flecken.

Für die Arbeit mit Sprühfarbe solltest Du die Fächer zuvor unbedingt mit Planen abdecken. Im Bild bekam die Tür die erste Schicht mit ihrer endgültigen Farbe. Das Gehäuse wurde schwarz besprüht, die Fassade zinnoberrot. Beides haben wir zweimal lackiert, um der Oberfläche Glanz und Abriebfestigkeit zu verleihen.

Hinweis: Während des Sprühens auf keinen Fall die Atemschutzmaske vergessen! Brauchbare Hinweise dazu findest Du im Graffiti-Wiki.